
Es muss nicht immer Liga und K.-o.-Runde sein. Moderne Formate sorgen für mehr Spielzeit, ausgeglichene Spiele und jede Menge Spaß, gerade im Kinderfußball. Hier die wichtigsten Ideen jenseits des klassischen Ligasystems.
Das Kernformat des neuen Kinderfußballs: kleines Feld, vier Minitore, kein Torwart, kein Abseits. Jedes Team verteidigt zwei Tore und greift die zwei gegenüber an. Die weit auseinanderstehenden Tore zwingen die Kinder ständig zum Schauen und Entscheiden. Effekt: deutlich mehr Ballkontakte als im großen 7 gegen 7, und Tore fallen von vielen verschiedenen Kindern.
Mehrere Mannschaften treffen sich, viele kurze Spiele laufen parallel auf mehreren Feldern. Es gibt keine Saisontabelle und keinen Saisonmeister, sondern Spielenachmittage und Feste. Eine Niederlage ist schnell vergessen, weil gleich das nächste Spiel kommt.
Die Felder werden nebeneinander vom ruhigeren zum stärkeren geordnet. Nach jedem Durchgang steigt das Siegerteam ein Feld auf, das unterlegene ein Feld ab. So finden sich automatisch ähnlich starke Teams, es entstehen spannende, ausgeglichene Spiele. Es gibt weiter Sieger und Verlierer pro Spiel, nur eben keine Tabelle über die Saison.
Kein einzelnes Spiel wirft ein Team aus dem Turnier. Bei älteren Jahrgängen helfen Jeder-gegen-jeden (Round Robin) und Trostrunden, damit niemand nach einem Spiel nach Hause fährt.
Feste Rotationsreihenfolge festlegen, damit jedes Kind drankommt. Viele kurze Spiele statt eines Entscheidungsspiels. Felder nach Spielstärke ordnen und konsequent auf- und absteigen lassen. Und: möglichst wenig von außen reinrufen, die Kinder finden eigene Lösungen.
Orientierung an öffentlich zugänglichen Quellen, u. a. DFB-Kinderfußball und fussball.de. Konkrete Feldmaße, Spielzeiten und Ballkontakt-Zahlen je Quelle als Richtwerte verstehen.